Psychosomatische Beschwerden

Willst du den Körper heilen, musst du zuerst die Seele heilen.

Platon, ca. 400 v.Chr.

Diesen Begriff werden Sie bestimmt schon im Zusammenhang mit Ihren Beschwerden gehört haben?

Aber was bedeutet das eigentlich? Vor allem, dass Sie sich Ihre Beschwerden nicht einbilden!

Es gibt einen Grund, eine Ursache und die kann durchaus auch körperlicher Natur sein. Vielleicht brauchen Sie eine gute naturheilkundliche Diagnostik?

Schon oft finden sich dabei Gründe für Ihre Probleme oder Symptome. Aber der Einfluss der Psyche auf den Körper ist echt groß.

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Vielleicht ein Beispiel aus meinem Leben:

Ich hatte früher oft Ischialgien - besser bekannt als Hexenschuß

Sie wissen bestimmt - da geht nichts mehr, jede Bewegung scheint unmöglich

Das ging über viele Jahre so, immer mal wieder 'überfielen' mich diese Hexenschuß Attacken.

Nun habe ich mich im Rahmen meiner Ausbildung auch sehr mit mir beschäftigt, wollte wissen warum? Das kennen Sie bestimmt auch?

Und dann wurde mir klar warum! Wie Sie vielleicht gelesen haben, habe ich 5 Kinder, 'nebenbei' immer gearbeitet, einen Haushalt und oft alleine.

Sie werden mir glauben, dass ich oft einfach nicht mehr konnte. Das habe ich dann versucht meiner Familie mit Worten zu vermitteln, anscheinend

fühlte ich mich aber nicht gehört, nichts änderte sich, immer nur: du schaffst das schon. Ja prima, na klar habe ich es immer wieder geschafft.

Aber manchmal habe ich es eben nicht mehr geschafft, dann hat mein Körper mir einfach in Form eines Hexenschusses ein paar Tage Ruhe verschafft,

wenn auch unter blöden Schmerzen.

Nachdem mir das bewusst wurde, hatte ich nie wieder einen Hexenschuß, ich habe gelernt meine Worte so zu formulieren, dass sie von meiner Familie

verstanden wurden. Das hat mir über die letzten Jahre viele Schmerzen erspart und die Kommunikation innerhalb der Familie gefördert.

Zu wissen, wie wichtig reden und zuhören ist, haben wir dabei gelernt. Das möchten wir nicht mehr missen.

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Nun weiter zur Erklärung warum da so ist:

Ein Mensch besteht nicht nur aus einem Körper, der möglichst gut ‚funktionieren‘ soll, aber der Körper reagiert auf unsere Gefühle. Sie kennen doch bestimmt die vielen Sprichworte, die genau das beschreiben:

  •  Mir ist eine Laus über die Leber gelaufen
  •  Mir läuft die Galle über
  •  Das schlägt mir auf den Magen
  •  Ich kann diese Last nicht mehr tragen

Aber vielleicht auch Symptome, die aus psychischer Belastung entstehen.

  •  Magenschmerzen
  •  Darmbeschwerden
  •  Rückenschmerzen
  •  Kopfschmerzen
  •  Bluthochdruck
  •  Schlafstörungen und vieles andere mehr.

Das sind ganz normale Wechselwirkungen zwischen Körper und Psyche.

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Wenn ein Mensch die Hinweise der Psyche nicht ernst nimmt, reagiert der Körper und schickt manchmal sogar krankmachende Symptome. Die Hirnforschung hat inzwischen erwiesen, dass jeder Gedanke eine Reaktion in einem Muskel oder einem Organ hervorruft. All Ihre Gedanken haben also Einfluss auf Ihren Körper und sein Wohlbefinden oder Unwohlsein.

Nun ist es auch noch so, dass Ihr Unterbewusstsein viele Reaktionen auf Situationen in der Kindheit erlernt hat und wie automatisch abruft. Das heißt, Sie reagieren aus erlernten Mustern, was manchmal dazu führt, dass Sie sich Ihren Reaktionen hilflos ausgeliefert fühlen.

Was ich damit ausdrücken will ist, dass Sie in manchen Situationen keine Handlungskompetenz zu haben scheinen. Die Reaktion erfolgt aus dem kindlichen Ich heraus. Dies kann dazu führen, dass Sie immer wieder Dinge tun, von denen Sie wissen, dass Sie Ihnen nicht gut tun oder sogar schaden:

  •  Die Frau, die immer wieder an die ‚falschen' Männer gerät
  •  Die Prüfungsangst, die Sie einfach überfällt
  •  Die Herzrhythmusstörung oder der hohe Blutdruck, die keine körperliche Ursache haben.

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Psychosomatische Symptome sind bestimmt fast jedem bekannt, aber nicht jeder leidet darunter. Schätzungen gehen davon aus, dass zwischen 10 und 12 % der Bevölkerung unter psychosomatischen Beschwerden leiden und ca. 40 % der Bevölkerung in ihrem Leben mit einer psychischen oder psychosomatischen Krankheit konfrontiert werden. Die Krankschreibungen zu dieser Thematik werden statistisch auch immer höher.

Burnout ist dazu ein bekanntes Wort, das inzwischen wohl jeder schon einmal gehört hat und es umfasst genau diese Thematik.

Oft sucht man sich Hilfe bei einem Arzt oder Therapeuten. Aber ist das richtig so? Körper und Seele zu trennen?

Wie Sie gelesen haben, ist das gute Zusammenspiel zwischen Körper und Seele wichtig. Die Hilfe sollte also sowohl Körper als auch Seele berücksichtigen.

Großer psychischer Stress raubt dem Körper eine Menge an wichtigen Nährstoffen und belastet Organe und Organsysteme. Er ‚verschmutzt‘ den Zellzwischenraum, da gestresste Zellen nicht wirklich gut funktionieren. Es fehlt an einer guten Sauerstoffversorgung im Gewebe um überhaupt Platz für Veränderung zu schaffen. Stellen Sie sich vor Sie stehen in einer Messiwohnung und wissen gar nicht wo Sie anfangen sollen aufzuräumen. Da brauchen Sie schon Unterstützung. Genauso geht es Ihrem Körper.

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Ein weiterer wichtiger Aspekt liegt in Ihrem Darm, dort treffen Außen- und Innenwelt aufeinander. Dort sitzt Ihr Bauchgefühl, dort befindet sich der größte Teil Ihres Immunsystems. Dort entscheidet Ihr Körper was er verwerten möchte und was nicht. Nun sollten Sie wissen, dass Stress die Zusammensetzung der Darmflora beeinflusst und damit die Aufnahme wichtiger Nährstoffe und Mineralien gestört sein kann. Aber auch Antibiotika beeinflussen stark die Darmflora und können so sogar als Auslöser von Depressionen wirken.

Eine gute Labordiagnostik zeigt die Auswirkungen auf Ihren Körper und in welchen Bereichen gravierende Defizite entstanden sind.

Das alles hilft aber nur, wenn auch Seele eine Möglichkeit hat mit Problemen anders umzugehen, sie vielleicht nicht mehr so wichtig zu finden oder mit Ihrer Erwachsenenkompetenz zu lösen. Dazu hilft es die Ursachen, die in der Vergangenheit entstanden sind, zu erkennen und aufzulösen. Meist sind Menschen unbewusst in ein Konstrukt von Glaubenssätzen eingebunden, deren Existenz Ihnen noch nicht einmal bekannt bzw. bewusst ist. Leider regeln diese Glaubenssätze unser Leben, sie sind so fest im Unterbewusstsein verankert, dass es erst einmal einen Blick von außen braucht sie überhaupt zu erkennen, um sie dann bewusst zu verändern.

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